Zehn Jahre sind eine lange Zeit. Zehn Jahre ohne Eidgenössisches Musikfest – wegen Corona mussten wir so lange warten. Umso grösser war die Vorfreude, als es endlich wieder hiess: Auf zum EMF! Eigentlich hätte Interlaken der Austragungsort sein sollen – doch nach deren Absage sprangen die Organisatoren aus Biel kurzfristig ein und zauberten in Rekordtempo ein Fest für 22’200 Musizierende aus 550 Vereinen aus dem Boden. Ein riesiges Dankeschön ans ganze OK-Team – was ihr in so kurzer Zeit und mit knappem Budget auf die Beine gestellt habt, verdient tobenden Applaus.
Doch nochmals zurückspulen. Unser Weg nach Biel begann mit einem ehrgeizigen Entscheid: Nach dem Höhenflug an diversen Wettbewerben in den letzten Jahren starteten wir in der Höchstklasse – als einzige Band von ausserhalb des Wallis. Sechs Walliser Bands und wir: das bedeutete eine grosse Herausforderung. Die Vorbereitung war intensiv: zweimal pro Woche Probe, ein Probeweekend mit Gastdirigent Reid Gilje aus Norwegen, und eine Crew, die mit grosser Leidenschaft dabei war.
Mit Herzblut dabei waren wir. Mit einer Bewertung von 176 von 200 Punkten mussten wir uns den sechs starken Walliser Bands geschlagen geben. Das Resultat ist nicht das, was wir uns erhofft hatten, das lässt sich nicht schönreden. Aber wir hatten den Mut in der Höchstklasse zu starten und das gemeinsame Erlebnis auf der Bühne in Biel war unvergesslich.
Einen besonderen Höhepunkt gab es dennoch: «Schweiz Aktuell» begleitete uns an diesem Tag mit Kamera und Mikrofon. Mittendrin statt nur dabei, sozusagen. Am Abend erschienen wir also noch zur Prime Time im Schweizer Fernsehen.
Das Wetter spielte zwar nicht ganz mit, doch wir liessen uns die Stimmung nicht vermiesen. Im Gegenteil: Wir übernachteten extra in Biel, um das Fest in vollen Zügen zu geniessen. Denn am Ende ist das EMF mehr als ein Wettbewerb. Es ist ein Fest der Blasmusik, der Kameradschaft und der Leidenschaft für die Musik.
Link zum Beitrag von SRF: Schweiz aktuell vom 14.05.2026






